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So geht das! – Utensilo im Erdbeerlook

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Nun ihr Lieben,

es erreichte mich ein „verzweifelter“ Kommentar zu den vor kurzem von mir gezeigten Utensilos. 🙂 – Der Versuch ein solches Ding zu nähen ist offensichtich massiv gescheitert. – Aber dem kann ich abhelfen. Mit diesem Tutorial. Also, alle die bisher kein Glück damit hatten: Rein in den Stoffladen und ran an die Maschine…

Log gehts. Für ein Utensilo braucht ihr zwei Stücke Stoff in den Maßen 20 x 40 cm. Ein Stoff ist für die Außenseite, der andere Stoff wird als Futter genutzt. Bedenkt bei der Auswahl der Stoffe bitte, dass die Muster nicht zu groß sein sollten. Die Utensilos sind ja nicht soooo groß! – Achtet beim Zuschneiden des Stoffes auf das Muster. Legt den Stoff schön vor euch hin und schneidet den Stoff 20 cm hoch und 40 cm breit. Das Muster ist dann also nicht sehr hoch, aber schön breit.

Auf die linke Seite des Außenstoffes bügelt ihr bitte ein gleich großes Stück Vlieseline (Schabracken- oder Tascheneinlage). Dadurch steht das Utensilo dann später schön aufrecht. Das sieht dann so aus:

Dann legt ihr die beiden Stoffstücke rechts auf rechts aufeinander und steckt die beiden Teile an der oberen langen Kante zusammen. Das ist später die obere Kante des Utensilos, die umgekrempelt wird. Habt ihr einen Außenstoff mit Muster ist die „obere Kante“ noch wichtiger, da das Muster  sonst später auf dem Kopf steht.

Dann näht ihr bitte „füßchenbreit“ an der Kante entlang. Da ich Bilder nicht nachträglich bearbeiten kann, habe ich für euch einen hübschen quietschgelben Stickfaden auf den Stoff gelegt. Da wird gesteckt und genäht. Aber grade bitte. *grins*

Den Stoff bitte auseinanderklappen und die Naht bügeln. Am Besten bitte so, dass der Außenstoff mit Vlieseline an der Naht umgeschlagen wird, der Futterstoff liegt an der Naht dann flach.

Auf diesem Foto liegt die Vlieseline noch flach, also noch vor dem Bügeln:

Nun bitte die Stoffe auseinandergeklappt lassen und in der anderen Richtung zusammenschlagen. Wieder liegt der Stoff rechts auf rechts. Im Ergebnis habt ihr dann den Außenstoff auf der einen Seite, den Futterstoff auf der anderen Seite doppelt geschlagen:

Legt die Kanten bitte sorgfältig aufeinander. Das ist ganz besonders wichtig an der Naht, die nun in der Mitte der langen Stoffseite aufeinander trifft und dort ganz genau aufeinander passen muss. Dann bitte die offenen drei Seiten mit Nadeln zusammenstecken und rundum füßchenbreit nähen...

Aber Achtung: an der schmalen Seite im Futterstoff bitte eine Wendeöffnung von etwa 5 cm offen lassen! Fangt an der schmalen Seite des mit Vlieseline verstärkten Außenstoffes zu nähen an, dann die lange Seite und ein Stück des Futterstoffes. 5 cm aussetzen und das restliche kurze Stück vernähen. Bitte alle Nähte immer sichern (vor- und zurücknähen…) Auf dem Foto habe ich wieder den gelben Faden „verlegt“…

So, nun wird’s spannend. Ich weiß nämlich nicht so recht, wie ich den nächstn Schritt erklären soll. *lach*. Also, das gute Stück liegt flach vor euch. Greift euch nun die mittlere Naht auf beiden Seiten mit beiden Händen und und zieht den Stoff auseinander, bis er dann wieder flach aufeinander liegt, aber versetzt. – Jaaa, ich weiß, hört sich blöd an, aber seht her:

Jawoll, auf dem Foto ist das gut zu erkennen. Nun bitte alle vier Ecken flach aufeinander legen. Dazu fangt ihr am besten wieder an der verstärkten Vlieseline-Seite an, und nehmt die, die zwei Nähte hat. Die könnt ihr hervorragend übereinander schieben und dann feststecken. Streicht auch die andere Seite glatt und steckt sie zusammen. Es gibt so ein Quadrat. – Das kann man auf den Bildern ganz gut erkennen.

Das wiederholt ihr dann bitte auch an den restlichen Ecken. Achtet bitte sorgfältig darauf, dass die Nähte aufeinander liegen…. – So sieht’s dann aus, mit allen vier abgesteckten Ecken.

Nun nehmt ihr bitte ein Geodreieck zur Hand, oder ein Nählineal. Legt das wie folgt an der Spitze an:

Die zur langen Kante des Geodreiecks im 90 °-Winkel liegende Linie legt ich auf die Naht. Man erkennt das auf dem oberen Foto ganz gut. Ich hatte die 30 cm Linie gewählt. – Ihr müsst nun diese Hilfslinie solange entlang der Naht rauf und runter verschieben, bis rechts und links von der Naht genau 4 cm bis zur Kante des Stoffes angezeigt werden. – Auch das ist auf dem Foto oben gut zu sehen. Rechts an der Kante 26 cm, links 34 cm. Die Hilfsline auf dem Lineal liegt genau auf der Naht.

Stopp! Nicht mehr bewegen! – Haltet das Lineal fest und zeichnet entlang der Linealkante eine Linie auf den Stoff. An allen vier Ecken, bitte.

(Solltet ihr das so nicht hinbekommen, weil sich von der Hilfsline aus rechts drei und links fünf cm ergeben, dann müsst ihr nochmal überprüfen, ob die Nähte in den Ecken wirklich sorgältig aufeinander liegen. Wenn die Nähte schräg zueinander verlaufen, ergibt sich kein rechter Winkel und das Utensilo wird ein wenig windschief. 🙂 )

Entlang dieser angezeichneter Linien bitte zusammen nähen und den überflüssigen Stoff abschneiden.

So, nun wird „gewendet„. Dazu bitte das Utensilo flach hinlegen und an der festen Vlieseline-Seite zusammenrollen:

Dann bitte in die Wendeöffnung greifen und diese über die Rolle stülpen und ganz darüber ziehen:

Nun auseinander wurschteln und die Ecken schön ausformen. Dazu könnt ihr auch  nochmal durch die Wendeöffnung in den Utensilo greifen und die Ecken mit dem Fingernagel nach außen drücken. Dann sollte das etwa so aussehen:

Schon ganz schick, oder? – Nun wendet euch bitte der Wendeöffnung zu. Diese bitte mit Nadeln verschließen und knappkantig zunähen, Nahtanfang und -ende sichern:

Das Futter nun nach innen stülpen. Wenn man die Naht ganz zu Anfang NICHT gebügelt hat,  steht die Vlieseline schön grade hoch. So wie auf diesem Bild:

Wer vorher schön gebügelt hat, hat es einfacher: Bitte rundum die Stoffe so aufeinander schieben, dass sich die Naht direkt an der Kante befindet. Feststecken.

Nun entlang der Kante, rundum knappkantig nähen. Bei meiner Nähmaschine nehme ich dazu die „Schublade“ ab und stülpe das ganze Utensilo über den Nähmaschinenkörper:

Nach dem Rundum-Nähen sieht es dann so aus:

FERTIG! – Glückwunsch. Wenn ihr hier angekommen seid, ist das hübsche Erdbeerdings fertig. Nur noch die Fäden abschneiden. Umkrempeln. Hinstellen. Freuen!

Von unten sieht das Ding so aus. Ihr könnt sehen, dass es sich lohnt, alles schön ordentlich zu arbeiten, dann habt ihr schöne Nähte im rechten Winkel… 🙂

Ich hab dann gleich noch ein zweites Utensilo genäht, mit getauschtem Futter- und Außenstoff.

Ich wünsche euch viel Spaß und Erfolg beim Nacharbeiten!

Liebe Grüße

Susisahne

So geht das! – Papierblume

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Sooooo, nun geht’s also los mit meiner ersten „So geht das!“-Anleitung:

Ihr braucht ein hübsches Stück Designer-Papier in den Maßen 6 x 6 Inch oder in 15 x 15 cm (ein ganz klein wenig kleiner), eine kräftige Schere, einen „Tacker“ und – falls vorhanden – ein Falzbrett mit Inch- oder cm-Einteilung.

Legt das Designer-Papier auf das Falzbrett. Die hübsche Seite nach oben. Dann falzt ihr bei 1, 3 und 5 Inch (2,5 + 7,5 + 12,5 cm):

Anschließend dreht ihr das Blatt um, die Rückseite des Papiers liegt nun oben, und falzt bei 2 und 4 Inch (5 + 10 cm):

Nun falzt ihr das Blatt wie eine Ziehharmonika zusammen. Das sieht dann so aus:

Falzt die Ziehharmonika eng zusammen und knickt diese in der Mitte:

In dieser Knickstelle bitte tackern. Es kann sein, dass die Tackerklammer(n) nicht ganz grade sitzen, das macht aber nix:

So, so nun wird es ernst.  Ihr müsst nun mit der Schere an beiden Seiten – von der Unterseite aus – zur vorderen Kante hin einen Bogen schneiden. Schwierig zu erklären, aber dafür ist ja das Bild da. *grins* – Achtet bitte darauf, dass ihr etwas vor der Mitte zwischen Knick und Außenkante beginnt. Dies garantiert, dass die Einschnitte nach dem Auseinanderfalten später ausreichend tief sind und das Papier zwischen den Blütenblättern nicht reißt. Es ist nicht ganz einfach, da es gilt, mehrere Lagen Papier zu schneiden. Danach sollte es so aussehen:

Und nun vorsichtig ein Blütenblatt nach dem anderen vorsichtig auseinander ziehen. Das geht ganz einfach, wenn man den Finger von unten in das Blütenblatt schiebt und mit dem Daumen die obere Falzkante etwas flach drückt.

Dann legt die Blüte auf die Vorderseite und tackert die zwei offenen Seiten zusammen:

 Fertig!

Hübsch, nicht wahr? Aber ich verspreche euch eines: Sicher werdet ihr mit der ersten Blüte nicht zufrieden sein. Vielleicht reißen die Zwischenräume (dann großzügiger beschneiden…) oder die Form der Blätter gefällt nicht. Experementiert beim Schneiden ein wenig mit der Rundung. Dann werdet ihr ganz schnell Eure Lieblingsform finden.

Wie, die Blüte ist zu groß? – Es geht natürlich auch kleiner: Einfach ein Stück Papier in 3 x 3 Inch (7,5 x 7,5 cm) vorbereiten und bei 0,5 + 1,5 + 2,5 inch (1,25 + 3,75 + 6,25 cm falzen, die Rückseite dann bei 1 + 2 Inch (2,5 + 5 cm). Bei den kleinen Blüten allerdings ist es oft nicht nötig, die offenen Seiten an der Unterseite zusammenzutackern. Meist bleibt sie von alleine offen, oder aber ihr nehmt ein kleines Stück Klebeband zu Hilfe.

Hier seht ihr beide Varianten:

Ich wünsche Euch viel Spaß beim Nacharbeiten!